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RATATOUILLE

So köstlich kann Kino sein: In ihrem brillant animierten neuesten Streich schicken die Computergenies der Pixar-Studios eine Ratte in ein Pariser Gourmet-Restaurant. Dort erweist sich der knuffige Nager als Meisterkoch


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Irgendwann hat sich's einfach ausgestaunt. Der Computertrickfilm neulich trumpfte mit einem unglaublich detaillierten Felldesign seiner tierischen virtuellen Helden auf, der danach hatte Wasser-Animationen von fast fotorealistischer Qualität. Das sind herausragende technische Leistungen, keine Frage. Doch genauso wenig wie man im Kino sitzt und sich immer noch darüber begeistert, dass mal jemand herausgefunden hat, wie man bewegte Bilder auf chemisch vorbehandelten Streifen konservieren und sie dann auf einer Leinwand wiedergeben kann, lässt sich auch kaum noch ein Kinobesucher vom bloßen Phänomen der digitalen Animation berauschen. Der Zauber der Verblüffung ist vorbei, inzwischen können auch solche Filme nur noch mit einer gut durchdachten und liebevoll ausgearbeiteten Story bestehen. Keines der mittlerweile unzähligen Computertrick-Studios überzeugt da mehr als Pixar. Die Pioniere der Binär-Cartoons ("Toy Story", "Findet Nemo") verstehen sich nämlich traditionell in erster Linie als Geschichtenerzähler und erst danach als Computergenies. Auch in ihrem neuen Werk "Ratatouille" wuchern die Pixars unter der Ägide von Autor und Regisseur Brad Bird ("Die Unglaublichen") wieder mit ausgetüftelten Charakteren, einer originellen Story und enormer Liebe zum Detail - optisch wie dramaturgisch. Held dieses höchst amüsanten Epos ist die Ratte Remy. Die besitzt exorbitant feine Geruchs- und Geschmacksnerven und hadert deshalb mit ihrem Dasein als Müllwühler und Restefresser. Remy träumt davon, ein Meisterkoch zu sein. Da verschlägt ihn der Zufall in die Küche eines Pariser Drei-Sterne-Restaurants, wo sich der Nager mit einem schusseligen Küchenjungen zusammentut. Der zaubert unter Remys Anleitung fortan die köstlichsten Speisen und sorgt so für Furore. Doch, ach: Der fiese Küchenchef, ein grantiger Restaurantkritiker, ein Inspektor der Gesundheitsbehörde und sogar Remys eigener Vater drohen die kulinarische Idylle zu zerstören. Ein knuffiger und kauziger Filmspaß, der mit seinen vielen reifen Anspielungen ganz bewusst auch ein erwachsenes Publikum anpeilt. Unser Tipp: Für hinterher unbedingt einen Tisch im Restaurant reservieren. Denn "Ratatouille" macht nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch Lust auf gutes Essen.
Gernot Gricksch

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Start: 3.10., USA 2007, OT: "Ratatouille", Regie: Brad Bird. Deutsche Sprecher: Axel Malzacher, Stefan Günther, Tim Mälzer, Gudo Hoegel, Donald Arthur u.a., 110 Min.
Fazit: Mjam! Ein neuer, liebevoll ausgetüftelter Leckerbissen, bei dem die Pixel-Profis der Pixar-Studios wieder mal beweisen: Sie sind die Könige der Computertricks.
 
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