Von A bis Z auf Beischlaf eingestellt
Stichwort Sex
Als Frau durch das Rotlichtviertel, nackt auf dem Fußballfeld, freie Liebe im Park: Wir zeigen in unserer Bildergalerie alles, was Sie schon immer über Sex in Ihrer Stadt wissen wollten.
Queer:
Die rechtlich abgesicherte Form des Zusammenlebens homosexueller Paare erlebte in Bremen einen Aufschwung: 2008 wurden beim Bremer Standesamt 45 "eingetragene Partnerschaften" registriert. Der Anteil von Lesben und Schwulen ist hierbei etwa gleich groß. Im Jahre 2007 waren es dagegen nur 30. Weil es keinen offiziellen Schwulen- und Lesbenstrich in Bremen gibt, müssen sich einschlägig Interessierte ihre Partner im Internet suchen. Auf diesem Weg entwickelte sich letztes Jahr in Bremen die Uniwildnis zu einem Treffpunkt der Schwulenszene. Nach der Online-Verabredung ging man dann in den großzügigen Grünflächen dem Hobby ungezügelt nach. Bis die Polizei davon Wind bekam und dem Treiben mit Bußgeldern ein Ende zu bereiten versuchte. Und das ausgerechnet in einer Stadt, die sich 1979 Berlin angeschlossen hatte, um gemeinsam als erste Bundesländer die ersten Christopher-Street-Days zu feiern. Auf dem Schwulenstrich, den es in Bremen also nur inoffiziell gibt, sehen die Preise, die im Internet gehandelt werden, wie folgt aus: 50 bis 150 Euro die Stunde werden für einmal Sex bezahlt.
Quickborn:
Achtung, Pubertätskalauer! Und nicht nur im Hamburger Umland gibt es mit Quickborn und Poppenbüttel zweideutige Ortsnamen. Unser deutschen Favoriten:
Bettenhausen: Wer in dem Kasseler Stadtteil im "Spot" feiert, findet bestimmt jemanden fürs Bett.
Busendorf: Es ist ungewiss, ob sich der Name des sächsischen Ortes aus Bucht oder Buße entwickelte.
Fickmühlen: Schmutziges Niedersachsen: Fickmühlen gehört zur an Flögeln grenzenden Gemeinde Bad Bederkesa - unweit von Hodenhagen.
Fucking: Nichts schlägt den mehr als tausend Jahre alten Ort in Österreich. Der Name geht auf einen Mann namens Focko zurück. Müßig zu erwähnen, dass die Ortsschilder regelmäßig entwendet werden.
Obergail: Beliebter Urlaubsort in Österreich. Lockt trotz des Namens mehr Wanderer als Sextouristen.
Petting: Verwunderlicherweise steigt die Einwohnerzahl stetig.
Sexbierum: Klingt nach einem feuchten Männertraum à la Asterix, gibt's aber wirklich: in den Niederlanden.
Tuntenhausen: Zumindest dem Namen nach eine liberale Oase im konservativen Bayern.
Wixhausen: Der Darmstädter Stadtteil Wixhausen verfügt über ein eigenes Blasorchester - hier scheint man für alles offen zu sein.
Quickie:
Fragt man Freunde, Bekannte und Kollegen, an welchen besonderen Orten sie schon einmal Sex gehabt haben, dann kommt man zum ernüchternden Ergebnis, dass mit Fahrstuhl, Clubtoilette und Beifahrersitz schon alles gesagt sei. Nur vereinzelt wird von mehr oder weniger extraordinären Plätzen wie dem Fernsehturm, Arbeitsamt, OP-Saal oder einer schwimmenden Luftmatratze berichtet. Na ja, da bekommt man ja fast mehr Inspiration beim Sextalk in der "Bravo".
Und wohin geht's zum schnellen Sex im Münchener Nachtleben? PRINZ hat recherchiert:
1. Der Spielplatz an der Ecke Hochbrücken-/Neuturmstraße ist völlig deplaziert. Spielende Kinder wurden hier - mangels Anwohnern - noch nie gesichtet. Dafür ist das Areal mit Sandkiste und Schaukelpferd gut geeignet für die nächtlichen Spielchen der Indiekids aus dem Atomic Café. Aber Vorsicht: Die Polizeiwache ist gleich gegenüber ...
2. Der Aufzug in der Max Suite (hinten links bei den Toiletten) hat angeblich schon so manche pornoreife Darbietung gesehen.
3. Die Tapeten und Wandcollagen in folgenden stillen Örtchen animieren geradezu zu sexueller Betätigung: Paradiso Tanzbar, Café am Hochhaus (Damenklo), Alter Ofen. Erotik atmet auch die P1-Toilette - mit halbdurchsichtigen Milchglaswänden und einer Öffnung in der Wand zwischen Damen- und Herrenklo. Und noch ein Tipp für nicht ganz so knackige Jungs: Im Spiegel des Americano's sehen auch Hackfressen plötzlich aus wie Brad Pitt.
4. Die Klappe an der Ecke Pestalozzi-/Holzstraße ist eine der letzten der Stadt - und liegt nahe genug an der Piste, um einen schnellen Abstecher zu wagen.
Quatsch:
Jeden Monat erreichen uns Dutzende von Partytermine. Manche der Veranstalter haben sich extra heiße Mottos einfallen lassen. Hier eine Auswahl der denkwürdigsten sexy Partynamen: "Fuck Me I'm Famous", "Fucking Bed", "Clit Cat Club", "Sex-A-Pir", "Don Cohone's Pussy Club", "Fucking White", "Feeling Sexy", R'n'B goes Sexy", "Hot Chicks Night". Einen Klassiker hätten wir auch noch: das alte N-Pir- Motto. "Geil auf House - von House aus geil".
Quittung:
Während der großen Messen steigt in Hannover die Zahl der Prostituierten um nahezu 100 Prozent. Aber nicht nur das, es müssen auch viel mehr Quittungen geschrieben werden - für das Finanzamt ...
Quadratmeter:
Manche Wörter machen einen ziemlich lächerlichen Eindruck. Das Wort "Sex-Steuer" zum Beispiel klingt wie ein äußerst müder Stammtischwitz. Die Idee hinter der "Steuer für Vergnügen der besonderen Art" (die gibt es in Frankfurt wirklich) ist aber gar nicht mal so blöd, wie es scheint: Wer einen Puff betreibt oder im Bahnhofsviertel eines dieser Pornokinos mit Masturbationskabinen sein Eigen nennt, zahlt dafür Geld an den Fiskus. In Frankfurt ist die Sex-Steuer relativ hoch und wird nach Quadratmetern bemessen. Die Formel: Puff-Quadratmeter geteilt durch zehn, das Ganze mal fünf Euro sind gleich die Steuern pro Arbeitstag.
Qualen:
Im Taumel der Leidenschaft und Gefühle kann er schon einmal passieren - der Sexunfall. Doch er kann nicht nur peinlich, sondern auch schmerzhaft sein. Meist verschweigt man ihn oder versucht wenigstens dem Spott zu entgehen, indem man die Geschichte über das missglückte Liebesspiel - natürlich gewaltig entstellt - beim Notarzt, Urologen oder Allgemeinmediziner erklärt. So mancher Arzt durfte sich deswegen schon anhören, dass Mann sich einen Penisbruch zugezogen hat, weil er beim Weg zum allmorgendlichen Toilettengang mit der Morgenlatte irgendwo hängen geblieben ist. "Die Geschichte ist nett, aber bei maxi - maler Erektion ist ein Bruch auch durchaus möglich, wenn der Mann besonders ungestüm eindringt und dabei an den Beckenknochen der Frau stößt", erklärt der Dresdner Urologe Dr. Ulrich Gerhart. Neben Kuriositäten wie festgesaugten Sektflaschen in der Vagina, verhakten Piercings oder Kugelschreiberminen in der Harnröhre kommt es beim Liebesspiel auch beim Versuch, das Kamasutra durchzuexerzieren, immer wieder zu Bandscheibenvorfällen, Beulen am Kopf, blauen Flecken und Prellungen, Abschürfungen an Knien, Ellbogen und dem Gesäß sowie zu Arm- und Beinbrüchen - autsch!
Quelleturm:
Im Stadtgebiet Nürnberg ragen einige Gebäude phallusartig selbstbewusst in den Himmel. Hier unsere liebsten Exemplare:
Businesstower
Im Volksmund auch lax "Dildo-Tower" genannt. Er ist rund, er ist gläsern und glänzt in der Sonne wie ein Latexdildo. 135 Meter urbane Männlichkeit strahlen weit über die Skyline hinaus.
Quelleturm
Wirtschaftliche Potenz wurde von fränkischen Familienunternehmen schon frühzeitig gerne mit Phallustürmen gezeigt. Heute ragt der rund 90 Meter hohe Turm eher trostlos am Rande der Fürther Straße in die Höhe.
Milchversorgungsturm
Der 80 Meter hohe Milchturm wurde am 15. März 2008 gesprengt. Im Schatten des Businesstowers fristete das Industrierelikt ohnehin ein trauriges Dasein voll Längen- und Umfangneid.
Fernsehturm
Trotz seiner 292,80 Meter Länge ist das "Nürnberger Ei" der Lächerlichkeit preisgegeben. Er ist spindeldürr, ähnelt ahnungsloser Weltraumarchitektur und ist einfach unsexy. Das Schlimmste jedoch, er wird nur noch selten und wenn dann von Telekom-Mitarbeitern bestiegen.
Sinwellturm
"Kurz und dick, der Frauen Glück." Der Volksmund als Architekt im Mittelalter?
Auf der nächsten Seite geht's weiter mit dem großen Sex-ABC!
Lavazza/Annie Leibovitz Annie Leibovitz machts italienisch
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