Webserien erobern das Internet
Abgedreht
Im Web tut sich wieder was: Kurze, speziell für das Internet produzierte Serien sind die Alternative zum drögen TV-Programm. Inzwischen zeigen auch US-Filmproduzenten Interesse.
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Knackfrische Ware für den Internetkonsumenten: Webserien wagen Neues und bereiten Genreklassiker netzgerecht auf, wie hier "Chad Vader".
Am Anfang stand ein Schwindel. Mit jugendlicher Naivität erzählte die 16-jährige Bree in vier bis fünf Videotagebuch- Clips pro Woche von ziemlich normalen Teenagerproblemen: Streit mit den Eltern, Ärger mit dem Freund. Trotzdem wurde das Mädchen mit dem Usernamen "lonelygirl15" für Hunderttausende Youtube-Zuschauer zur Schwester, die sie nie hatten, zur Freundin, die sie schon immer haben wollten - oder schlichtweg zum Zeitvertreib für zwischendurch.
Selbst als aufflog, dass es sich bei Bree um die 20-jährige Jessica Rose, eine gecastete Schauspielerin, handelte, das Kinderzimmer mit der rosa Blümchenbettwäsche, den Stofftieren, dem gerahmten Babyfoto nur ein Set und alles eine findige Idee dreier Filmemacher war, ebbte das Interesse an Brees Geschichte nicht ab. Im Gegenteil: Die Serie wurde um einige Charaktere erweitert, die Story immer mysteriöser, die Zuschauer blieben dran. Mehr als 110 Millionen Klicks konnten die Episoden bis zum Sommer 2008 verbuchen. Die Webserie war geboren.
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