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"Wir haben uns nie besonders hip gefühlt"

The Drums im Interview

Luftig-leichte Popmelodien mit teils melancholischen Texten und mitreißenden Refrains: das sind The Drums. Mit ihrem zweiten Werk "Portamento" haben die New Yorker Buben nahtlos an ihr gefeiertes, selbstbetiteltes Debütalbum von 2010 angeknüpft. Wie viel Hype zwei Jahre später noch zu spüren ist, warum Adam aus der Band ausgestiegen ist und wie es weiter gehen wird mit The Drums - darüber sprach PRINZ mit Jacob Graham, dem Mann an den Synthesizern.


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The Drums: Jacob, Jonny, Connor (v.l.n.r.)


Ihr seid seit über zwei Jahren nahezu ununterbrochen auf Tour, kaum ein Land habt ihr noch nicht bereist. Bekommt ihr manchmal Heimweh?
Es ist toll, unterwegs zu sein und Gigs zu spielen. Wir sind sehr dankbar, die Möglichkeit zu haben. Aber leider ist Reisen nicht mein Ding. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich vermutlich nie mein Haus verlassen. (lacht) Wenn ich dann bei unseren Konzerten aber die Fans sehe, die unsere Musik so sehr schätzen, dass sie sogar vor einer langen Anreise nicht zurückschrecken, dann weiß ich, dass es sich lohnt, sich ein wenig zu quälen. Und so schlimm ist es ja nun auch wieder nicht.

Euer Gitarrist Adam hat vor ein paar Monaten die Band verlassen. Wie füllt ihr seither die Lücke, die er zurückgelassen hat?
Weil Adam gegangen ist, waren wir gezwungen, unsere Live-Show völlig neu zu gestalten. Connor spielt jetzt statt Schlagzeug Gitarre und ich habe die Gitarre gegen die Synthesizer getauscht. Das macht jetzt alles viel mehr Sinn, denn das sind die Instrumente, die wir ursprünglich gelernt haben und auf denen wir am besten sind. Dazu haben wir uns unseren Freund Myles für Gitarre und Bass und Danny für's Schlagzeug ins Boot geholt.

Warum hat Adam die Drums verlassen?
Das ist schwer zu sagen. Ich glaube keiner von uns hat seit seinem Ausstieg mit ihm gesprochen. Das liegt aber nicht daran, dass es Streit gab, sondern dass wir hauptsächlich eine professionelle Beziehung zueinander hatten. Der Umgang war sehr freundschaftlich, aber wir standen uns persönlich nicht allzu nah. Ich schätze, Adams Ausstieg liegt darin begründet, dass ihm die Richtung, in der die Drums sowohl stilistisch als auch bezüglich des Images gingen, nicht gefiel. Unsere Band hat ein wirklich starkes Image und ich glaube, er hat sich damit nicht wohl gefühlt. Und ich weiß, dass er wirklich ungern auf Tour war. Er hat seine Familie und seine Freundin immer sehr vermisst. Das kann ich gut verstehen.

Auf der nächsten Seite: Jacob (The Drums) über den Hype, das Songwriting und die Zukunft der Drums.


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